Nachtcache – Ende der Hochsaison

FrostentfernungEndlich Frühling. Wer ein Haar in der Suppe finden wollte, könnte anmerken, dass damit auch die Nächte kürzer werden. Die hohe Zeit der Nachtcaches neigt sich dem Ende entgegen. Natürlich kann man auch im Sommer Nachtcache suchen. Aber erst spät. Und man muss sich beeilen. Und von den diversen Insekten, die die eigene Stirnlampe für die Sonne halten, wollen wir erst gar nicht reden.  Deshalb hier zum Saisonabschluss eine kleine Zwischenbilanz.

Dem ersten Nachtcache an der Spree begegnete ich in der Nebensaison im Sommer letzten Jahres. Auf dem monatlichen Cacherstammtisch in Berlin – Rund um die Berolina – hatte Frank Frank eigentlich nur gefragt, ob wer im Anschluss an den Stammtisch noch einen Nachtcache machen will. Allerdings hat er im Listing gefragt. Das Ergebnis: Am Ende stapften 22 Cacher in zwei Gruppen durch den Tegler Forst (an dieser Stelle könnte man über Sinn und Unsinn von Großrudeln philosophieren – mache ich aber nicht. Mit den richtigen Leuten geht’s auch zu vielen). War eine Riesengaudi. Und eine Zeitlang war Cachen nach der Berolina obligatorisch. Nur gehen uns leider langsam die Nachtcaches in der näheren Umgebung aus…

Saisonhöhepunkt war natürlich die lange Nacht des Cachens. In der längsten (Samstag-) Nacht des Jahres ging es zu fünft zur nächtlichen Tour. Organisiert hatte das (natürlich) Frank Frank. Der Komfort wurde nur unwesentlich dadurch eingeschränkt, dass die (fast) längste Nacht des Jahres in Berlin auch gleichzeitig eine der kältesten war – das Thermometer in Mic@s Cachemobil pendelte sich irgendwo bei -14° ein. Trotzdem hatten wir Spaß – auch am gefrorenem Energiedrink, dem das Klima im Kofferraum wohl zu viel war. Am Ende mussten wir sogar gegen die aufkommende Helligkeit ankämpfen, um beim letzten Streich der langen Nacht überhaupt noch Reflektoren zu finden. Etwas verrückt ist das schon. Aber was soll man von einem Menschen erwarten, der Nachts mit einem GPS-Gerät durch dein Wald läuft?

Eigentlich wollten wir bei der langen Nacht ganz andere Caches finden, nämlich “Gute Nacht Fuchs und Hase“ (GC1ZCG0) und “Rote Augen in der Nacht” (GC1J6ER). Der Owner hatte uns aber dringend von einer Suche bei Frost abgeraten (und wahrlich, es war frostig). „Gute Nacht Fuchs und Hase“ haben wir im März nachgeholt. Etwas überraschend war es eine der ersten warmen Nächte des Jahres (und gegenüber der langen Nacht im Dezember schlappe 25° wärmer), was das Team – wir waren 11 Aufrechte – kollektiv in Schweiß setzte – warm hatten wir gefühlt eine Ewigkeit nicht mehr gehabt und entsprechend einige Schichten zu viel am Leib. Für die Runde haben wir dann auch dank „diverser“ Ehrenrunden gut 7 Stunden gebraucht. Ein schöner Nachtcache, vor allem eine gelungene Mischung aus Reflektorstrecken, Stationen zum Finden und etwas rätseln. Man will ja nicht Spoilern, aber so manches Rätsel griff das Thema „Nacht“ ziemlich gelungen auf ;-) Und, ehrlich gesag, ich kann mir auch nicht vorstelle, diesen Cache bei -14° zu absolvieren, spätestens bei der 4. Station wäre ich wohl festgefroren.

Aber festfrieren wird in diesen Breiten die nächsten 7 Monate so schnell keiner mehr.  Endlich Frühling. 

Soweit von der Spree

Detri

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3 Responses to Nachtcache – Ende der Hochsaison

  1. RadlerAndi says:

    Schön wars. :-)

    Mal eine Anmerkung zur Bildereinbindung:
    Du zeigst gleich das große (riesige) Originalbild an, statt ein verkleinertes Vorschaubild (wie üblich).
    Dadurch lädt man immer das große Bild, auch wenn man es vielleicht gar nicht genauer ansehen will.
    (Meine Eigenheit ist außerdem, viele Seiten ohne Stylesheet zu lesen, um von den manchmal winzigen Schriftgrößen der Schreiber unabhängig zu sein. In diesem Fall knallen mir die riesigen Bilder den Bildschirm voll ;-)

    http://de.selfhtml.org/grafik/sorten.htm#thumbnails

    Gruß
    Andi

  2. Detri says:

    Ein Kommentar, ein Kommentar! :-)
    Danke für den Tipp! Eigentlich macht mein edler Provider ja alles “technische” ;-)
    Habe aber ein bischen an den Bildern herumgespielt. Dürfte jetzt Web-freundlicher sein. Ich üb’ ja noch ;-)
    Schöne Grüße
    Detri

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